Wichtige Unterlagen

Für die Aufnahme eines Auslandsstudiums in Deutschland müssen internationale Studienbewerber:innen einiges beachten. Neben der fristgerechten Einreichung eines gültigen Visums und der Gewährleistung der gesetzlich vorgeschriebenen Krankenversicherung sind u.a. ein Nachweis über Finanzierung sowie die Hochschulzugangsberechtigung erforderlich. Wir haben die wichtigsten Unterlagen für einen Studienaufenthalt im Ausland zusammengetragen.

Visum zu Studienzwecken

Für ein Studium in Deutschland müssen internationale Studienbewerber und -bewerberinnen aus dem Nicht-EU-Ausland noch vor ihrer Einreise ein Visum zu Studienzwecken beantragen. Die Antragstellung erfolgt dabei bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung unter Vorlage folgender Unterlagen:

  • Ordnungsgemäß ausgefülltes und unterzeichnetes Antragsformular
  • Gültiger Reisepass sowie zwei Fotokopien des Passes.
  • Geburtsurkunde, ggf. Heiratsurkunde und Geburtsurkunde des/der Kindes/Kinder
  • Fotokopien früherer deutscher Aufenthaltserlaubnis oder Visa
  • Krankenversicherungsnachweis
  • Finanzierungsnachweis
  • Nachweis über bereits vorhandene Deutschkenntnisse
  • eine in Deutschland anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (für das Visum zur Studienbewerbung)
  • Zulassungsbescheid der Universität (für das Visum zu Studienzwecken)

Falls zum Zeitpunkt der geplanten Einreise noch keine Studienzulassung vorhanden ist, besteht die Möglichkeit, ein sogenanntes Studienbewerbervisum zu beantragen. Die Sonderform des Visums für Studienzwecke ist zunächst für drei Monate gültig und kann unter Umständen auf maximal sechs Monate verlängert werden.

Die Ausstellung des Visums zu Studienzwecken erfolgt erst nach der Zustimmung der zuständigen Ausländerbehörde in Deutschland. Grundsätzlich gelten für die Beantragung des Visums keine festen Fristen. Da bei der Einreise in Deutschland jedoch ein Visum vorzulegen ist, sollte die Beantragung rechtzeitig erfolgen. Mehr Informationen zu den empfohlenen Fristen finden Sie hier (Link zu Unterseite Fristen).

Krankenversicherungsnachweis

Anders als in vielen anderen Ländern besteht in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht, der auch ausländische Studierende während ihres Studienaufenthalts nachkommen müssen. Gleiches gilt auch für Sprachschüler und Sprachschülerinnen, die z.B. nur im Rahmen eines dreimonatigen Sprachkurses in Deutschland leben. Der Nachweis über die bestehende Krankenversicherung ist dabei bereits bei der Einschreibung an der Universität zu erbringen.

Allgemein wird in Deutschland zwischen zwei Arten von Krankenversicherungen unterschieden — die obligatorische Krankenversicherung oder auch öffentliche Krankenversicherung einerseits und die private Krankenversicherung andererseits. Die gute Nachricht: Aufgrund des Sozialversicherungsabkommens gilt die gesetzliche Krankenversicherung vieler internationaler Studierender auch während ihres Aufenthalts in Deutschland. In einigen Fällen wird auch die private Krankenversicherung aus anderen Ländern anerkannt, allerdings ist während eines Studiums in Deutschland kein Wechsel in eine gesetzliche Krankenversicherung möglich. Bei Fragen dazu empfehlen wir, sich an das internationale Büro Ihrer Universität oder direkt an Ihre Krankenversicherung in Ihrem Heimatland zu wenden.

Finanzierungsnachweis

Für einen Studienaufenthalt in Deutschland benötigen internationale Studierende aus Nicht-EU-Staaten* sowohl für die Beantragung des Visums als auch für die Studienbewerbung im Allgemeinen einen sogenannten Finanzierungsnachweis. Um zu bescheinigen, dass Sie über die erforderlichen finanziellen Mittel zur Finanzierung Ihres Lebensunterhaltes und Studiums in Deutschland verfügen, bestehen mehrere Möglichkeiten:

  • Sperrkonto
  • Verpflichtungserklärung und Nachweis über die Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Eltern
  • Stipendium eines anerkannten Stipendiengebers
  • Bankbürgerschaft; das heißt, eine anerkannte deutsche Bank stellt den Finanzierungsnachweis aus
  • Verpflichtungserklärung einer deutschen Verpflichtungserklärung; das heißt, jemand mit Wohnsitz in Deutschland verpflichtet sich, das Studium finanziell abzudecken

In den meisten Fällen erfolgt der Finanzierungsnachweis anhand eines Sperrkontos — ein spezielles Bankkonto, auf dem der für die Deckung der Lebenshaltungskosten in Deutschland erforderliche Geldbetrag in Höhe von rund 10.332 Euro eingezahlt wird. Die Studienbewerber und Studienbewerberinnen haben in der Regel bis zu ihrer Ankunft in Deutschland keinen Zugriff auf das Konto und erhalten auch während des Studiums lediglich einen begrenzten Zugriff auf das vorhandene Geld.

* Bürger und Bürgerinnen aus EU-Ländern (einschließlich Norwegen, Schweiz, Island und Lichtenstein) sind in der Regel von der Nachweispflicht befreit, sofern sie für ihre Einreise in Deutschland kein Visum zu Studienzwecken benötigen.

Hochschulzugangsberechtigung

Die Hochschulzugangsberechtigung — kurz HZB — ist eines der wichtigsten Dokumente für die Aufnahme eines Auslandsstudiums an einer deutschen Hochschule und bestätigt die Gleichwertigkeit des ausländischen Bildungsabschlusses mit dem deutschen Abitur. Die HZB von Studienbewerbern und -bewerberinnen aus den Mitgliedsstaaten der EU sowie aus der Schweiz, Island, Lichtenstein und Norwegen werden in der Regel auch in Deutschland anerkannt. Für Nicht-EU-Bürger und Bürgerinnen gelten die gleichen Voraussetzungen, wobei zusätzlich ein Visum zu Studienzwecken erforderlich ist (siehe oben).

Falls der ausländische Abschluss in Deutschland nicht anerkannt wird, kann die Aufnahme eines Studiums alternativ nach dem Besuch eines Studienkollegs mit anschließender Feststellungsprüfung erfolgen. Als Studienkolleg wird ein einjähriger Vorbereitungskurs auf das entsprechende Studium in Deutschland bezeichnet. Alle Informationen zum TUDIAS Studienkolleg sowie den notwendigen Zugangsvoraussetzungen finden Sie hier.

Sprachnachweise

In Vorbereitung auf ein Auslandsstudium in Deutschland ist für ausländische Studierende einen Sprachnachweis über die bereits vorhandenen Deutschkenntnisse erforderlich. Dazu gehören u.a. folgende anerkannte Testformate:

Der TestDaF (Deutsch als Fremdsprache) ist ein standardisierter Test, in dem in vier Teilprüfungen die erforderlichen Sprachkenntnisse sowohl mündlich als auch schriftlich überprüft werden.

In einigen Fällen kann auch der Nachweis der Englischkenntnisse erforderlich sein. TUDIAS bietet dabei u.a. den TOEFL® (Test of English as a Foreign Language) für akademisches Englisch sowie den TOEIC® (Test of English for International Communication) für Wirtschaftsenglisch an.

Mehr Informationen zu den angebotenen Sprachtests und -zertifikaten von TUDIAS sowie die dafür anfallenden Kosten können Sie hier einsehen.

Zeugnisse

Bei der Einschreibung an einer deutschen Hochschule sind neben den bisher genannten Unterlagen auch die Zeugnisse bzw. amtlich beglaubigte (und vollständige) Kopien der Zeugnisse vorzulegen. Internationalen Studierenden empfehlen wir dabei, die amtlich beglaubigten Kopien sowohl in der Originalsprache als auch in englischer oder deutscher Übersetzung einzureichen. Eine Beglaubigung der Zeugnisse ist in der Regel im Heimatland sowie vor Ort in Deutschland an jeder öffentlichen Stelle mit einem Dienstsiegel möglich. Dazu gehören beispielsweise Rathäuser/Bürgerämter oder Gerichte. Eine Beglaubigung enthält dabei folgende Merkmale:

  • Abdruck des Dienstsiegels im Original
  • Beglaubigungsvermerk, aus dem die Übereinstimmung von Kopie und Original ersichtlich wird
  • Unterschrift des Beglaubigenden im Original

Sie erreichen uns unter 0351 / 40 470 – 102

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